Bild eines Mannes, der in der Natur einen Vorhang aufzieht und damit Wolken wegschiebt und die Sonne scheinen lässt

Schock & Trauma

Trauma und Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)

Das Wort Trauma stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet Wunde. In der Medizin spricht man im körperlichen Bereich von einem Trauma, wenn eine organische Verletzung entstanden ist.

Im Bereich der Psyche sprechen wir von einer starken psychische Erschütterung, die [im Unterbewusstsein] noch lange nach dem Ereignis wirksam ist.

Das bedeutet, eine Erinnerung hält uns emotional fest. Dies kann sich durch Albträume äußern oder dem Gefühl von Stress, Angst, Wut, Trauer, wenn wir an das vergangene Erlebnis denken oder durch einen äußeren Auslöser wie eine Begegnung, ein Gespräch oder auch nur eine bestimmte Situation daran erinnert werden. So etwas wirkt dann wie ein "roter Knopf", auch Trigger genannt, es führt zu einem unangenehmen Gefühl oder der Situation nicht angemessenen Reaktion. Manche Menschen erleben durch vergangene Erlebnisse auch deutliche Auswirkungen auf ihre zwischenmenschlichen Beziehungen oder allgemeines Verhalten. Beispielsweise sind sie in bestimmten (ähnlichen) Situationen gestresst und reagieren "wie fremdgesteuert" oder sie meiden bestimmte Situationen soweit möglich gänzlich, z. B. die Fahrt mit dem Verkehrsmittel, mit dem sie einen Unfall erlitten haben oder sie meiden die bisher geliebte Sportart (z. B. Radeln, Bergsteigen, Kajakfahren, Tauchen), weil sie dabei in der Vergangenheit verunglückt sind.

Sofern Menschen sich noch gut an die ursprüngliche Situation erinnern, lässt sich dies durch eine Kombination aus Klopfakupressur und Elementen aus der Neurolinguistischen Programmierung, kurz NLP, bearbeiten. Die Methode nennt sich Trauma Buster Technique kurz TBT und wurde von der Australierin Rehana Webster vor über zehn Jahren entwickelt. Bislang gibt es noch nicht viele Therapeuten, die in Deutschland damit arbeiten. Ich freue mich, dass ich diese Methode lernen durfte und damit Menschen unterstützen darf. Sie kommt bei mir in der Psychotherapie sowie im Coaching zur Anwendung.

Das Ziel der Behandlung ist es die emotionale Belastung von der eigentlichen Situation zu entkoppeln. Das Erlebte wird dadurch zu dem, was es im Grundsatz ist: eine Erlebnis, das in der Vergangenheit stattgefunden hat. Ein Teil der eigenen Lebensgeschichte. Mögliche Auswirkungen auf das weitere Leben (z. B. wenn nach einem Unfall Behinderungen zurückgeblieben sind) bleiben ebenso erhalten, wie die Erinnerung an die Situation selbst. Die Erinnerung wird nicht etwa gelöscht, wie es sich manche Patienten wünschen. Was passiert ist, dass sich nach einer erfolgreichen Behandlung der emotionale Stress, den die Erinnerung hervorgerufen hat deutlich reduziert oder gar auflöst. Für die erfolgreiche Behandlung benötigt es eine gute Vertrauensbasis zwischen Patient/Klient und Therapeut.

Das Gute an TBT ist die schnelle Wirksamkeit. Bereits im ersten Behandlungstermin stellt sich heraus, ob sich das Thema mit TBT entkoppeln lässt und sich eine Entlastung einstellt. In der Regel benötigen wir nach einem ca. einstündigen, umfassenden Anamnesetermin, indem ich Ihnen die Methode erkläre und wir sich die Methode für das Thema eignet, einen Behandlungstermin von ca. 120 Minuten. In einigen Fällen sind zwei eng aufeinanderfolgende Termine zielführend. Auch das besprechen wir im Vorgespräch. Anschließend vereinbaren wir noch einen Feedbacktermin von ca. 15 Minuten, der in der Regel fünf Tage nach dem abschließenden Behandlungstermin stattfindet.

Falls Sie Themen haben, die Sie bearbeiten möchten vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Telefontermin. Sie schildern mir Ihr Thema, um zu sehen, ob sich TBT für Ihr Thema eignet. Wenn ja, können wir einen zeitnahen Behandlungstermin vereinbaren.

Beispiele für belastende, traumatisierende Erlebnisse

  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) können nach einem dramatischen, einschneidenden Ereignis von außergewöhnlichem Umfang oder katastrophalem Ausmaß auftreten. Die Bedrohung muss dabei nicht unbedingt direkt die eigene Person betreffen, sie kann auch bei anderen beobachtet und erlebt worden sein (z. B. als Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat). Neben typischen PTBS-Symptomen wie der Übererregbarkeit und des Wiedererlebens der traumatischen Erinnerungen (sogenannte Flashbacks) und Albträumen, können auch Gefühle von emotionaler Taubheit und Hilflosigkeit oder auch die Erschütterung des Ich- und Weltverständnisses durch das traumatische Erleben entstehen.
  • Anpassungsstörungen können nach einem Ereignis eintreten, das zwar nicht so dramatisch oder gar lebensbedrohlich, wie bei einem Schock/PTBS ist, jedoch trotzdem stark mitnimmt. Beispiele hierfür können eine Trennung, Todesfall einer nahestehenden Person, der Verlust der Anstellung oder als Unternehmer der Verlust der Firma sein. In der Folge können sich Depressionen, Ängste, langandauernde Trauerzustände ausbilden. Auch hier kann mit TBT an dem ursächlichen Erlebnis gearbeitet werden.
  • Vermeintlich „einfache“ emotionale Verletzungen, die beispielsweise durch ein Telefonat, das Lesen einer WhatsApp-Nachricht, einer Email, einem Brief entstanden sind. Die zu Ablehnung, Rückzug oder anderen emotionalen Effekten führen, bei der Erinnerung daran das Erlebnis oder bei Begegnungen mit der betreffenden Person.
  • Verletzungen innerhalb der Familie, beispielsweise durch körperliche oder auch emotionale Misshandlungen, wie Zurückweisungen, Trennungserlebnisse, Fremdgehen in der Paarbeziehung, Liebesentzug u.a., die sich in der Gegenwart durch Verhaltensweisen und Gefühle belastend auswirken.
  • Erinnerte belastende Situationen in der Kindheit/Jugend, die bis heute Nachwirkungen zeigen, wie z. B. mangelndes Selbstvertrauen oder emotional nicht stimmige Ausbrüche.
  • Kindheitserlebnisse im zweiten Weltkrieg, die im Alter wieder auftauchen und belasten.
  • Ein Verkehrsunfall, der Ängste oder ein ungutes Gefühl beim Nutzen des Verkehrsmittels allgemein oder in bestimmten (dem Unfall ähnlichen) Situationen hervorruft.
  • Unfall im Sport z. B. Bergsport/Wasserspor/Radsport und sich daraus ergebene Ängste oder Stress beim Ausüben des Sports, teils führt es sogar dazu den Sport nicht mehr auszuüben, obwohl man das gerne möchte.
  • Unfallschock als Unfallbetroffener oder auch Zuschauer
  • Belastendes Erlebnis nach der Diagnose einer schweren Krankheit wie beispielsweise Krebs (z. B. die Situation bei der Eröffnung der Diagnose durch den Arzt) oder dem Erlebnis eines Herzinfarkts o.ä.
  • Operationen und damit verbundene belastende Erinnerungen
  • Schwere Geburtsverläufe (mit oder ohne Kaiserschnitt) und danach folgende veränderte Gefühlssituationen gegenüber dem Baby oder dem Partner oder auch sich selbst gegenüber
  • Ein Streit, der bleibende emotionale Verletzungen zur Folge hat und beispielsweise zu Rückzug von der anderen Streitpartei geführt hat oder zu emotionalen Reaktionen in der Erinnerung wie Trauer, Wut, Weinen etc.
  • Mobbingsituationen an der Arbeitsstelle oder im Verein die möglicherweise zu Ängsten oder Stress bei dem Gedanken führen, an den Arbeitsplatz zu gehen
  • Mann (63): 1974 - Unfall mit Todesangst und körperlichen Beschwerden bis heute

    Als Teenager hatte der Mann einen heftigen Unfall mit Todesangst und kurzer Bewusstlosigkeit aufgrund der starken Schmerzen. Die Folge waren neben starken emotionale Belastungen bis heute körperliche Beschwerden, u.a. Spastiken in der Muskulatur der Halswirbelsäule und Verspannungen.

    Die TBT Behandlung erfolgte nach einem ausführlichen Vorgespräch und war sehr intensiv. Während der Behandlung lösten sich die emotionalen Belastungen sehr gut auf. Das erstaunte ihn bereits und machte ihn nahezu fassungslos, weil er so viele Jahre schon vieles probiert hatte und auch viel Erfahrung mit Traumabehandlung etc. mitbrachte. Bereits im "auditiven Protokoll" war eine deutliche Entlastung erkennbar, der "visuelle" Teil der Arbeit brachte dann den Durchbruch. Das Gesicht entspannte sich und es trat sogar ein Lächeln auf sein Gesicht. Wir vereinbarten nach fünf Tagen ein Feedbackgespräch und er sollte in dieser Zeit nicht über die Behandlung sprechen, sondern einfach spüren, was sich gegebenenfalls noch bewegt. TBT wirkt immer einige Tage nach und daher ist diese Pause wichtig, um frei von Fremdbeeinflussungen zu spüren, was sich noch tut.

    Feedbackgespräch fünf Tage nach der Behandlung: "Meine Familie wusste, dass ich eine Behandlung hatte, doch nichts über den Ablauf. Ich erhielt rasch die Rückmeldung, dass sie eine positive Veränderung an mir wahrnehmen. Meine emotionalen Belastungen haben sich völlig aufgelöst und zusätzlich spüre ich eine deutliche Entspannung in meiner Halswirbelsäule, die seit dem Unfall meist sehr angespannt war. Auch mein Sichtfeld hat sich erweitert und ich habe den Eindruck, dass auch eine Art innere Aufrichtung stattfindet. Es ist unglaublich und tut sehr gut!" Er sagte, er habe den Eindruck, dass die Nachwirkungen noch länger positiv wirken. Nach zwei Wochen berichtete er mir, er habe den Eindruck, dass sich weitere Themen aus seiner Jugend für ihn lösen und sich die körperlichen Beschwerden weiter reduzieren.

    Da dies mein erster Fall nach der TBT-Weiterbildung war, hat es mich erstaunt, wie stark die TBT in diesem Fall auch auf der körperlichen Ebene Entlastungen gebracht hat. Die emotionale Auflösung war schon während der Behandlung wundervoll anzusehen. Der Bericht hat mich darin bestärkt, diese Methode in der Therapie wie im Coaching anzubieten.

  • Frau (61): Mitte 1990er Jahre - wiederkehrende Angst vor Krebs nach belastendem Telefonat mit krebskranker Freundin

    Die Freundin hatte sehr konkret von den Auswirkungen der Chemo am Telefon berichtet und diese Beschreibungen und die Hilflosigkeit nicht unterstützen zu können, aufgrund der räumlichen Entfernung, lösten eine langandauernde, intensive emotionale Belastung und eine teils starke Angst vor Krebs bei der Patientin aus. Nach einer Aufnahme der zu behandelnde Geschichte führten wir eine knapp 90minütige Behandlung mit TBT durch. Diese führte zu einer direkten Entlastung im Termin. Das Feedback der Patientin nach fünf Tagen lautete:

    "Zwei Tage nach unserer Sitzung hat mich kurz eine „Angstwelle vor Krebs“ erfasst. Anders als sonst war es nicht schwer, mich davon zu befreien und mir zu sagen, dass ich nach Ablauf der vier Tage danach schauen werde. Wenn ich heute die Worte erneut Revue passieren lasse, passiert dies in einer neutralen Stimmung. Es fühlt sich einfach wie eine Erinnerung an eine Situation an, die stattgefunden hat, ohne mich emotional aufzuwühlen. Während des gesamten Protokolls habe ich mich gut aufgehoben, begleitet und sicher gefühlt. Danke für die aufmerksame und fürsorgliche Begleitung durch meinen Prozess."